16.03.2026 eröffnen wir die Ausstellung von Teres Wydler «Millefleurs» Für den Kunstraum fontein hat die Künstlerin Teres Wydler eine olfaktorische Installation entwickelt. Kein Augenschmaus, keine Hörlust – nur unsichtbare Duftschwaden, gleichsam irritierend und flüchtig im Umraum schwebend. Die Arbeit kann als subtiler Hinweis darauf gelesen werden, wie künstliche Surrogate als Ersatz für Natur eingesetzt werden. Kontrastierend dazu eröffnet sich den Besucher:innen die Möglichkeit, sich dem realen Geruch der Zürcher Langstrasse auszusetzen und ihn bewusst wahrzunehmen. Teres Wydler, geboren in Bern, lebt und arbeitet in Zürich und Intragna. Mit multimedialen Werken – darunter grossräumige Video- und Lichtinstallationen sowie prozessorientierte und fotografische Arbeiten – positioniert sie sich vielschichtig innerhalb eines künstlerischen Diskurses, der das Spannungsfeld zwischen energetischen Ordnungen und naturwissenschaftlicher Recherche untersucht. Hierbei ist für die Künstlerin ein erweiterter Naturbegriff das zentrale Thema. Die Ausstellung ist bis am 24. April täglich rund um die Uhr zugänglich. fontein Ein Projekt von Kunsthaus Aussersihl Langstrasse 30, 8004 Zürich Rund um die Uhr zugänglich Wir bedanken uns herzlich bei der Stadt Zürich, dem Kanton Zürich und der Temperatio Stiftung für die Unterstützung | ![]() | |
16.01.2026 Irene Düring, «imfluss» Mit der Installation «imfluss» hat die Zürcher Künstlerin Irene Düring zum zweiten Mal eine Arbeit für den öffentlichen Raum (beide im Langstrassenquartier) realisiert und schenkt fontein zu dessen achter Ausstellung eine Premiere: Das einstige Pissoir erhält einen farbigen Anstrich und der Einblick ins Innere bleibt verwehrt. Bettdecken schmiegen sich an die beiden Fenster und durch die schmalen Fassadenöffnungen quillen flauschige Kissen. Das gesamte Innenleben des rosafarbenen Kubus scheint mit Bettwäsche vollgestopft zu sein. Die besänftigende Farbe und das weiche Material umschmeicheln die rudimentäre Architektur. Seit ihrem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien (1994–1999) erforscht Irene Düring die vielseitige Verwendung und Bedeutung des textilen Materials. Ob einzelner Faden oder Found Object: Textiles und Taktiles haben in ihrem Werk einen zentralen Stellenwert. Auch rosa Farbtöne scheinen immer wieder auf. Verleiht die Kombination von Anstrich und Innenleben dem funktionalen Baukörper zunächst die Aura von Privatheit und Häuslichkeit, gewinnt die Intervention im erweiterten Wissen um die von der Künstlerin gewählte Referenzfarbe #FF91AF eine politische Komponente. Im Zuge einer umfangreichen Feldstudie an US-amerikanischen Haftanstalten in den 1970er-Jahren, wurden einzelne Gefängniszellen in ebendiesem «Baker-Miller-Pink» gestrichen Dieses habe beim Menschen positive Einwirkung auf das endokrine System und löse umgehend muskuläre Spannungen; ein Effekt, der weder bewusst noch unbewusst gelenkt werden könne. Mit der Farbwahl trifft die Künstlerin auch eine direkt ortsbezogene Entscheidung und setzt zu der oft aggressiven Stimmung in der Umgebung einen Kontrapunkt; ein Versuch, dessen Auswirkung es zu beobachten gälte. Irene Dürings Aufmerksamkeit gilt hier ganz dem öffentlichen Raum. In ihrer künstlerischen Arbeitsweise weist sie dem Ausstellungsort als erweiterter Arbeitsort die aktive Rolle eines dialogischen Gegenübers zu: «Finale Entscheidungen treffe ich nie im Atelier, denn während meines Aufenthalts vor Ort kann sich noch viel Neues entspinnen.» Ihr markanter Eingriff am fontein folgt diesem prozessorientierten Prinzip, ist radikal ortsbezogen und steckt voller subversiver Poesie. Anstatt zu versuchen, die beim Besuch des ehemaligen Pissoirs unvermeidliche Erinnerung an Urin zu zerstreuen, zitiert sie das Phänomen humorvoll und mit poetischer Geste. Diese verleitet dazu, ob beabsichtigt oder nicht, auch die eigene Spur zu hinterlassen. Und vielleicht wird die Künstlerin im Laufe der Ausstellung – der Titel ihrer Installation deutet es an – die eine oder andere Fährte aufnehmen. fontein Ein Projekt von Kunsthaus Aussersihl Langstrasse 30, 8004 Zürich Rund um die Uhr zugänglich Wir bedanken uns herzlich bei der Stadt Zürich, dem Kanton Zürich und der Temperatio Stiftung für die Unterstützung | ![]() | |
31.12.2025 Fontein, unser kleiner Kunstraum an der Langstrasse, hat erfolgreich alle Jahreszeiten durchlaufen. Wir bedanken uns herzlich bei den beteiligten Künstlerinnen für ihre grossartigen Installationen. Ein grosser Dank geht auch an die zahlreichen Besucherinnen und Besucher für ihre Treue, sowie an unsere Unterstützer:innen. Die aktuelle Ausstellung im fontein, die schwebende Installation «Fahles Licht» von Ursula Palla, ist weiterhin rund um die Uhr zu bewundern. Die nächste Eröffnung findet bereits am Freitag, 16. Januar, mit der Künstlerin Irene Düring statt. Die Einladung mit den genauen Informationen folgt in Kürze. Save the Date! Tandem im Turm, unsere Ausstellung im Stadtspital Triemli, ist noch bis Ende 2026 zu sehen. Wir freuen uns, dass wir den Illustrator Robert Honegger für die Ausstellungsdokumentation gewinnen konnten. Die Edition wird Mitte nächstes Jahr erscheinen. Im März 2026 wird die Publikation ATLAS REVOLVING HISTORIES zu translokaler Performance Kunst Schweiz veröffentlicht. Das Kunsthaus Aussersihl ist mit drei Aktionen darin vertreten. Wir wünschen Euch einen guten Start ins neue Jahr! Herzlich, Euer Kunsthaus Aussersihl | ||
07.11.2025 Im Raum schwebt ein wilder Knäuel von ineinander verflochtenen Pflanzen und Ästen. Ein Gebilde aus patinierter Bronze und Draht, das langsam drehend mit seinen langen Schatten über Wände und Boden wandert. Es sind Fundstücke und Fragmente aus ihren früheren Arbeiten, Pionierpflanzen, welche oft auf unwirtlichen Gebieten anzutreffen sind, wo sie das Terrain für andere Pflanzen vorbereiten. Im Wechsel von Licht und Schatten eröffnet sich eine Vorstellung von Transformation: Aus dem Übriggebliebenen kann Neues entstehen. Die Installation verknüpft Spuren des Vergangenen mit Zukünftigem – und öffnet einen Raum für Vorstellungskraft, Regeneration, Hoffnung und neue Handlungsmöglichkeiten. In der Ausstellung Fahles Licht führt Ursula Palla in eine imaginäre Landschaft. Sie rückt damit ein Thema ins Zentrum, mit dem sie sich bereits seit Jahren beschäftigt: Beobachtungen zur Veränderung der Natur und dem labilen Gleichgewicht zwischen Kultur und Natur. Mit poetischen Videoarbeiten und sensiblen Installationen untersucht sie den Einfluss des Menschen auf Landschaften. Diese zeigen, wie Lebensräume schwinden, Biodiversität verloren geht und natürliche Rhythmen aus dem Gleichgewicht geraten. Gleichzeitig macht die Künstlerin auch das Widerstandspotenzial der Natur sichtbar. Sie rückt Momente des Neubeginns in den Fokus – Spuren eines regenerativen Potenzials, das sich trotz oder gerade wegen der Störungen zeigt. In der Verbindung von organischen und künstlichen Elementen entstehen Bildräume von hoher Dringlichkeit und leiser Hoffnung. Instagram Ursula Palla Webseite Ursula Palla fontein Ein Projekt von Kunsthaus Aussersihl Langstrasse 30, 8004 Zürich Rund um die Uhr zugänglich | ![]() | |
05.09.2025 Während eines Aufenthalts an der Rhone begaben sich die Künstlerinnen der Recherchegruppe Liquid Stays jeden Morgen und jeden Abend ans Ufer des Flusses und führten unterschiedliche Handlungen aus. Wieder zu Hause entstand daraus ein Abendritual, um trotz der Distanz miteinander und mit dem Wasser in Verbindung zu bleiben. Im Ausstellungsraum fontein lädt Esther Kempf anhand einer Textarbeit weitere Menschen dazu ein, an dieser einfachen Geste teilzunehmen. Das ehemalige Pissoir am Helvetiaplatz wird zudem zum Display für Videoarbeiten. Ausgehend von online verfügbaren «Wörterbüchern» der Gebärdensprache für Gehörlose geht Kempf dem Wasser und seinen gestischen Übersetzungen nach. Wie viele Gebärden gibt es für das Wort “Wasser” und wie unterscheiden sich diese von Sprache zu Sprache? Welche Gestalt nimmt das Wasser in den Gebärden an und wie transformiert es sich in seinen verschiedenen Daseinsformen - von der Quelle bis zum Ozean? Webseite Esther Kempf fontein, Langstrasse 30, beim Kanzleiareal, 8004 Zürich | ![]() | |
30.08.2025 fontein, Langstrasse 30, beim Kanzleiareal, 8004 Zürich | ![]() | |
28.06.2025 Eine Schmetterlingshaarklammer, auf dem Dach des ehemaligen Pissoirs gelandet, vergessen, abgelegt... on my way to your pool I am your butterfly dip in pop by It's a piscine for everyone any lifeguards in sight it belongs to Langstrasse fontein, Langstrasse 30, beim Kanzleiareal, 8004 Zürich | ![]() | |
03.05.2025 FONTEIN, ein ehemaliges Pissoir, wird zur Zwischenstation für mehrere Skulpturen aus der Werkreihe «Kneader». Dicht stehen sie im durch die zwei Glastüren einsehbaren Kubus. Ein transparenter Schlauch umschlingt sie mehrfach, fährt zur Decke hoch und bewegt sich kreisförmig durch den Raum. Er bildet in seiner Bewegung einen starken Kontrast zu den schweren, statischen Objekten, die wie eine fremde Spezies wirken. Der Schlauch wird zu einer raumfüllenden Zeichnung, zu einem wilden Kreislaufsystem, das die Skulpturen einbindet. Unklar bleibt, was hier fliessen soll: Luft, Wasser oder Urin. Jedenfalls scheint im fontein ein völlig anderes Klima zu herrschen, feuchtwarm und tropisch. fontein, Langstrasse 30, beim Kanzleiareal, 8004 Zürich | ![]() | |
17.04.2025 Karaokeee Donnerstag, 10. April, 19h Innen Zine Release Monika Schori logisch Freitag, 18. April, 19h Karaokeee Freitag, 25. April, 20h au bord de l’eau Donnerstag, 01. Mai, 14 bis 17 Uhr Boxenstopp & DJ MEGA GIGA Montag, 05. Mai, 20h Shepard Tones Samstag, 10. Mai, 20h Live Konzert: Phonika & Metallika fontein, Langstrasse 30, beim Kanzleiareal, 8004 Zürich | ![]() | |
14.03.2025 | ![]() | |
11.01.2025 Der Blaue Zwerg – Astral Tumor In der schlaflosen Stunde, wenn die Dunkelheit sich schwer auf die Brust legt und der Körper den Schlaf zu entziehen scheint, entfaltet sich eine seltsame Leere. Gedanken beginnen, sich unaufhörlich zu drehen, zerren an den Erinnerungen des Tages und vermischen sich mit den Ängsten vor dem, was kommen könnte. Es ist ein Moment des Innehaltens, in dem Erschöpfung und Nervosität aufeinandertreffen und sich ein Gefühl von Endlosigkeit ausbreitet – der Schlaf bleibt fern und die Gedanken nehmen Gestalt an. Die Skulptur – der blaue Zwerg – ist das Symbol dieser inneren Zerrissenheit. Entstanden in Gedanken an Füsslis «Nachtmahr» und der kraftvollen Unmittelbarkeit von Kiki Smiths «Wolf Girl», trägt die Figur eine rohe, aber auch verletzliche Präsenz. Der Zwerg sitzt in der Ecke des Raumes, seine Taschenlampe strahlt auf eine drehende Discokugel der eigenen Reflexion. Es ist Nacht, doch die Dunkelheit ist mehr als nur Abwesenheit von Licht – sie ist eine Form von Nähe, die uns in ihren Bann zieht. Wie ein Wesen aus einer anderen, unerforschten Welt, scheinen die Konturen des Zwerges den Raum zu beherrschen. In dieser fast surrealen Stille wird der Zustand zwischen Wachsein und Schlafen, zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten greifbar. Der Zwerg ist ein stummer Begleiter, der uns daran erinnert, dass wir uns nie ganz aus der Dunkelheit lösen können – sie haftet in uns. | ![]() | |
21.11.2024 fontein befindet sich im ehemaligen Pissoir an der Langstrasse 30/Kanzleiareal. Das charmante, kleine Gebäude aus dem Jahr 1958 wurde aus hygienischen Gründen ausser Betrieb genommen und als schützenswerten Zeitzeugen eingestuft. Nun verwandeln wir es in einen Kunstort, der rund um die Uhr einsehbar ist. Mitten in der Stadt sprudelt ein neuer Quell der geistigen Erquickung. Instagram fontein Die Sichtbarmachung der lokalen Kunstszene im Zentrum der Stadt ist seit der Gründung des Vereins unser grosses Anliegen. Wir freuen uns sehr, diesen herausfordernden Ort mitten in Zürich zu bespielen. Alle zwei Monate werden neue ortsspezifische Installationen zu sehen sein. Ein herzlicher Dank geht an die Stadt Zürich, die dieses Projekt ermöglicht und unterstützt, sowie an den Kanton Zürich, an alle Beteiligten und unsere wohlwollende Nachbarschaft. | ![]() Downloads & Links: | |
20.11.2024 | ![]() | |
27.08.2024 Und: Was vor uns liegt, ist auf dem Bild im Hintergrund zu sehen – „Fontein“, unser neuestes Projekt! Stay tuned! | ![]() | |
26.12.2023 | ![]() Downloads & Links: — Zürich_ Pissoirs müssen weichen oder werden zum Kunstobjekt_NZZ vom 3.7.2024 | |